Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebr 13,14)

42 ist die Antwort auf die Frage aller Fragen, auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Das weiß jeder, der Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen oder eine entsprechende Verfilmung gesehen hat. 42 bedeutet für uns wohl weniger die Antwort auf die Frage aller Fragen sondern der Beginn eines ganzen Straußes an Fragen, deren Beantwortung noch gänzlich unklarIMG_0384 ist und die wahrscheinlich auch nicht garantiert werden kann. Wir, dass sind 21 Studierende der Theologie aus Deutschland und der Schweiz, die am 42. Theologischen Studienjahr in Jerusalem in der Dormitio Abtei teilnehmen.

In den kommenden 8 Monaten werden wir nicht nur gemeinsam im Beit Josef leben, sondern uns auch unserem Vorlesungsprogramm mit dem Leitthema „Heilsgeschichte und Weltgeschichte. Das Wirken Gottes in der Welt und die Geschichtlichkeit von Glaube und Theologie“ widmen. Teil des ganzen werden auch zahlreiche größere und kleinere Exkursion sein, bei denen wir nicht nur das Heilige Land kennenlernen, sondern auch unsere erlernte Theorie praktisch erfahren können.

Die Einführungswoche liegt nun hinter uns. Letztes Wochenende sind alle 21 Studentinnen und Studenten wohl behalten und auch nur mit wenigen Gepäcknachlieferungen im Beit Josef angekommen. Zunächst hat sich die Gruppe untereinander und dann auch die Umgebung kennen gelernt. Wir haben unseren Bewegungsradius durch Wanderungen auf dem Zion, einer Altstadtrallye sowie einer Tagesexkursion zu umliegenden wichtigen Punkten für das Studienjahr sukzessive erweitert. Dabei haben wir auch erste Einblicke in das politische Spannungsfeld erhaschen können, in dem wir uns hier befinden. Ein Highlight dieser Einführungswoche war unser Eröffnungsgottesdienst am Mittwochabend.

Gegipfelt hat dann diese Woche in dem Pontifikalamt des Patroziniumsfestes (Mariae Himmelfahrt) der Dormitio. Groß angekündigt hat es wohl weder die Erwartungen der katholischen, noch der neugierig gewordenen evangelischen Studierenden enttäuscht. Dieser Anlass regte ebenso zu ersten interkonfessionellen Diskussionen an, die wohl im Laufe des Studienjahres vertieft werden.

Heute hat für unser der offizielle Teil der Vorlesungen begonnen. Wir werden in dieser Woche mit Tamar Avraham Yad Vaschem besuchen und die Altstadtmauer und weitere Sehenswürdigkeiten der Geschichte Jerusalems mit Markus Lau zusammen erkunden. Eine spannende Zeit liegt vor uns – in der wir die bleibende Stadt entdecken werden und uns Gedanken über eine zukünftige machen werden.

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