Negev

Wir schreiben das Jahr 2016. Es ist der 8. März. Und zum ersten Mal in unserer gemeinsamen Zeit durften wir eine Tagesexkursion im Studienjahr erleben, die trotz Pleiten, Pech und Pannen letzten Endes ziemlich schön war!

5.45 Uhr. Wir stehen am Schulchan David, viele von uns noch ziemlich müde und im Halbschlaf, und warten auf Ludfi und den Bus, der uns in den Negev bringen soll, damit wir unsere letzte Wüstenexkursion begehen können. Neben uns 21 Studierenden und 3 Studienleitern warten noch eine große Menge an Gästen auf den Beginn der Reise.

6 Uhr. Weder Ludfi noch der Bus in Sichtweite. Die Studienleitung informiert uns darüber, dass die Einfahrt des Busunternehmens zugeparkt ist und Ludfi mit dem Bus nicht zu uns kommen kann. Er würde aber nach einer Notlösung suchen.

6.20 Uhr. Ludfi kommt – mit dem kleinen Bus. Fast alle Exkursionteilnehmer passen hinein. Nur Lukas sitzt, Pardon, schläft im Gang.

6.30 Uhr. Bus gewechselt, alle haben einen Sitzplatz und los geht die Reise. Die Zufahrt zum Busunternehmen ist nun auch wieder freigeparkt und Ludfi manövriert uns gewohnt gekonnt auf die Straßen Israels. Jetzt sind wir erstmal gut 2,5 Stunden unterwegs.

9.30 Uhr. Mampsis. Nach einem Kaffeestop führt Thomas uns durch die Ausgrabungen. Es ist ziemlich heiß, dennoch sind wir bester Laune. Die Baukunst der Nabatäer ist beeindruckend und Herr Frevel ist auf der Suche nach dem nabatäischen Tempel, der dummerweise von einer byzantinischen Basilika überbaut wurde. Wäre Gunnar Lehmann nur hier – die Kirche hätte ihre beste Zeit hinter sich!

12:00 Uhr. En Avdat. Nachdem die Wanderung durch die Schlucht schon während der Südexkursion aus zeitlichen Gründen ausfallen musste, lassen wir uns von unserer argen Verzögerung nicht beeindrucken und machen uns auf unsere Wanderung. Der Weg ist ganz schön und das Gruppenfoto vor dem kleinen Wasserfall ist eine weitere Bereicherung für unser Studienjahrs-Familienalbum. Alles scheint ziemlich gut für uns zu laufen – da haben wir allerdings die Rechnung ohne israelische Schulklassen gemacht. Eine unsagbare Stunde haben wir warten müssen, um endlich aus der Schlucht aussteigen zu können, da die Kids sich jede Menge Zeit für den Aufstieg gelassen haben und wir so noch weiter mit unserem Zeitplan in Verzögerung kamen.

14.00 Uhr. Mittagspause. Danach führt Max uns durch die Ausgrabungen von Avdat. Ziemlich beeindruckend, einmal selbst da zu sein, nachdem man die Bilder schon aus der Fotoshow im Israelmuseum kannte. Dort fanden wir auch den von uns in Mampsis gesuchten Nabatäertempel.

17.00 Uhr. Ankunft in Shivta. Die untergehende Sonne taucht die Ausgrabungen in ein besonderes Licht. Philipp führt uns nun durch alle sehenswerten Bauten. Wir machen sogar an der Bank Halt, auf der Martin Noth 1968 verstorben ist. Mit Einbruch der Dunkelheit verlassen wir die Wüste Negev und fahren zurück nach Jerusalem. Müde und erschöpft, aber dennoch glücklich über eine trotz aller Widrigkeiten gelungenen Exkursion treffen wir gegen 20.30 Uhr im Beit Joseph ein.

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